In der Chirurgischen Klinik versorgen wir Patienten mit akuten und chronischen Erkrankungen. Hierzu zählen akute Notfälle und Verletzungen des muskulo-skelettalen Systems und auch des Bauchraumes. Wir diagnostizieren und behandeln zum Beispiel nach Sporttraumatologischen Unfällen Verstauchungen, Muskelsehnenrisse, Verrenkungen und Knochenbrüche, ob diese nun bei einem Sturz mit dem Fahrrad, beim Strandsport oder während der Arbeit – auch beim Rehabilitationssport – und im Freizeitgeschehen auftreten. Dabei erreichen uns im Notfall alle Schweregrade eines Traumas, so dass wir uns nach Diagnosestellung für den Therapiepfad einer Behandlung hier auf der Insel oder einer dringlichen Verlegung an ein Krankenhaus am Festland entscheiden.

Hier richten wir Verrenkungen oder Bruchverschiebungen wieder ein. Für eine Operation dieser Verletzungen halten wir umfangreiches, unfallchirurgisches Instrumentarium von jeglichen Osteosyntheseplatten bis hin zu einem vielfältigen Schraubensortiment und Knocheninnen-raumdrähte vor, für zum Beispiel Schlüsselbeinbrüche, Handgelenks- oder Sprunggelenksnahe Frakturen. Muskel-, Sehnenrisse wie z.B. Achillessehnenruptur stellen wir wieder her. Auch operieren wir hier Ganglien (Gelenkzysten) und tragen bei bestehender Indikation Exostosen (gutartige Knochenwucherungen) ab.

Chronische Erkrankungen der Gelenke (Schulter-, Ellenbogen-, Finger-, Hüft-, Knie-, Sprunggelenke und Wirbelsäule) werden bei uns mit einer gründlichen klinischen Untersuchung und einer Röntgenaufnahme erkannt. Ergibt sich dabei zunächst ein nicht operativer Therapieansatz, schlagen wir ein mehrstufiges Behandlungskonzept von rein physiotherapeutischer Anwendung bis hin zur fokalen, peri- und intraartikulären Medikamenten – Applikation vor. Bei fortgeschrittener Verschleißerscheinung eines Gelenkes leiten wir eine konsiliarische Vorstellung zur MRT – Diagnostik und zur Klärung einer Operationsnotwendigkeit ein.

Die Versorgung chronischer Wunden nach modernen Konzepten stellen in Kooperation mit der Dermatologischen Klinik einen weiteren Behandlungszweig dar. Die Erkrankungen des Verdauungstraktes und der Bauchdecken- und Leistenbrüche sind ein weiterer Behandlungsschwerpunkt unserer Chirurgischen Abteilung. Hier arbeiten wir eng mit der medizinischen Klinik für Gastroentrologie und Kardiologie unseres Hauses zusammen. Zunächst führen wir gemeinsam eine nach unseren Möglichkeiten umfangreiche Diagnostik durch. Zu unserem Operationsspektrum zählen dabei die offenen Chirurgischen Operationen bei Nabelbruch, Bauchdeckenbruch, Leistenbruch, Geschwulsentfernung des Weichgewebes, Excisionen von Abszessen, Ateromen, Steißbeinfisteln, Hämorrhoiden, ebenso wie die Implantation von venösen Verweilkathetern (Port) oder Akutdialysekathetern (Demers).

 
Die Chirurgische Expertise unseres neuen Chefarztes umfasst auch viele Operationen der Minimalinvasiven Technik. Da sich die Abteilung nach dem Chefarztwechsel zunächst noch in der Aufbauphase befindet, beschreiben wir hier vorab, welche Eingriffe wir in die Planung nehmen, sofern auch die speziellen apparativen Voraussetzungen für derartige Operationen geschaffen sind. Hierzu zählen: Laparoskopische Operationen, wie die Diagnostische Laparoskopie, laparoskopische Appen-dektomie (Blinddarmentfernung), die laparoskopische Cholezystektomie (Gallenblasenentfernung), laparoskopische Bauchdecken-, Nabel- und Leistenbruchherniotomie.